Druck-Lexikon

Auf dieser Seite haben wir einige Informationen zu druck-relevanten Themen, hauptsächlich aus dem Bereich der Druckvorstufe, für Sie versammelt. Viel Spaß beim Stöbern!

Druckvorstufe

In der Druckvorstufe werden Ihre digitalen Druckdaten geprüft, verarbeitet und für den Druck vorbereitet.

In Vorbereitung auf das Digitaldruckverfahren durchläuft Ihr PDF bei 1buch.de zuerst eine Datenprüfung (Preflight). Die Seiten des PDFs werden auf das korrekte Seitenformat und die Seitenfolge, den Beschnitt, die Bildauflösung sowie eine korrekte Schrifteneinbettung und das Farbsystem hin geprüft. Eine abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse gibt grünes Licht zur weiteren Verarbeitung oder zeigt Verbesserungsvorschläge auf. 

Im nächsten Schritt werden die Seiten Ihres PDFs auf dem Druckbogen platziert. Dieser Vorgang wird als "Ausschießen" bezeichnet. Dabei werden die Buchseiten so für den Druck angeordnet, dass später in der Buchbinderei durch Falzen und Binden der einzelnen Bogen die richtige Seitenreihenfolge entsteht. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird der fertige Druckbogen zum RIP (Raster Image Processor) übertragen.

Im RIP wird das Druckbild Ihres Buches speziell für die Digitaldruckmaschine in einzelne Farbseparationen und Rasterpunkte zerlegt und als Bitmap-Information an das Druckwerk der Digitaldruckmaschine übertragen. Dieser Vorgang dauert nur den Bruchteil einer Sekunde und wird für jeden einzelnen Druckbogen wiederholt, bis Ihr Buch vollständig gedruckt ist.

Ausschießen

Beim Ausschießen werden alle Inhaltsseiten eines Buches auf einem oder mehreren Druckbogen angeordnet. Das Ausschießschema bestimmt, wie die Buchseiten auf dem Druckbogen stehen, damit später in der Buchbinderei durch Falzen und Binden des Druckbogens die richtige Seitenreihenfolge entsteht.

Die Auswahl des geeigneten Ausschießschemas ist bedingt durch die Seitenanzahl Ihres Buches sowie druck- und buchbinderspezifische Bedingungen, bspw. die Größe des Druckbogens, die gewählte Ausstattung Ihres Buches, die verwendete Druck- bzw. Falzmaschine, etc.

Bei 1buch.de werden auf einem 32 x 46 cm großen Druckbogen bei einem Buch im Format DIN A4 vier Buchseiten pro Druckbogen platziert: zwei Seiten auf der Vorderseite (Schöndruck) und zwei Seiten auf der Rückseite (Widerdruck).

Beschnittzugabe

Das Beschneiden von Büchern erfordert viel Präzision, damit eine Buchseite nach dem Druck millimetergenau auf Ihr gewünschtes Seitenformat beschnitten werden kann. Dennoch entstehen immer leichte Toleranzen, wenn der Buchbinder an der Schneidemaschine den „Endbeschnitt“ durchführt.

Ist ein Bild- oder Grafikelement direkt am Seitenrand platziert, kann das Schneidemesser die Kante des Elements verfehlen und ein weißer Papierblitzer wird sichtbar.

Durch eine Beschnittzugabe von 3 mm ringsum kann dies vermieden werden. Legen Sie das Dokument also etwas größer an (oder mit integriertem Beschnitt, je nach verwendetem Programm) und platzieren Sie das Bild so, dass es etwas größer ist und den später weggeschnittenen Rand komplett ausfüllt. Eine DIN A4-Seite beispielsweise ist also statt 21,0 x 29,7 cm dann 21,6 x 30,3 cm groß. Das Schneidemesser schneidet nun „durch“ das Bild, Papierblitzer werden so vermieden.

Bei 1buch.de wird Ihre Seite auf fehlende Beschnittzugabe geprüft und angepasst. Zuerst wird geprüft, ob ein Bild- oder Grafikelement am Seitenrand steht. Ist dies nicht der Fall, ist eine Anpassung nicht notwendig. Wenn ja, wird Ihre gesamte Buchseite etwas vergrößert gedruckt. Die Elemente laufen somit über das Seitenformat hinweg in den Beschnittzugabebereich und Blitzer können vermieden werden.

Bildauflösung

Eine Anzahl von Pixeln, auch Dots genannt, auf der Länge eines Inches (engl. Maßeinheit, entspricht 2,54 cm), wird als Auflösung bezeichnet. Je mehr Pixel/Dots pro Inch (Abk.: dpi), desto detailreicher und schärfer ist das digitale Bild.

Das Beispielbild zeigt 300 Pixel/Dots auf einem Inch, das gesamte Foto hat ein Format von 10 x 15 cm (5,91 x 3,94 Inch), somit besteht das Bild gesamt aus 1773 x 1182 Pixeln/Dots. Diese Auflösung ist erforderlich, um das Bild im Digitaldruck originalgetreu wiederzugeben.

Wir drucken Ihre Bilder auch in geringerer Auflösung. Bitte beachten Sie aber, dass das Ergebnis nur maximal so gut werden kann wie die Vorlage ist. Aus einem schlecht aufgelösten Bild wird im Druck keine HD-Abbildung.

Colormanagement / ICC-Farbprofil

Das Colormanagement ermöglicht bei 1buch.de die Regelung und Kontrolle der Farbwiedergabe im Digitaldruck.

Hierbei kommt das ICC-Farbprofil „Fogra 39“ zum Einsatz. Dieses Farbprofil wurde vom International Color Consortium (ICC) in Abstimmung mit der DIN ISO-Zertifizierung erstellt. Es beinhaltet Sollwerte für das Aussehen der Farben auf unserem Druckpapier und dient zur Farbkalibrierung von Ausgabegeräten wie der Digitaldruckmaschine.

Bei der Farbkalibrierung wird auf der Digitaldruckmaschine ein Testchart mit Farbfeldern ausgedruckt. Ein Farbmessgerät ermittelt das Aussehen der Farbfelder und vergleicht die ermittelten Farbwerte mit den Sollwerten des ICC-Farbprofils. Ist eine Abweichung vorhanden, steuert die Digitaldruckmaschine automatisch dieser Abweichung entgegen.

Somit sorgt unser Colormanagement bestmöglich dafür, dass ein gedrucktes Buch farblich dem anderen gleicht und bietet eine hohe Reproduktionssicherheit, wenn Sie bei 1buch.de eine Nachauflage bestellen.

Die Farbräume CMYK und RGB

Der RGB-Farbraum besteht aus den sog. Lichtfarben, die das menschliche Auge für die Farbdarstellung nutzt. Der Bildschirm eines Computers beispielsweise nutzt den RGB-Farbraum, da hier der Farbeindruck für den Menschen durch farbiges Licht erzeugt wird. Alle 3 Farben Rot, Grün und Blau übereinander ergeben hierbei einen weißen Eindruck. Man spricht von additiver Farbmischung.

Der CMYK-Farbraum nutzt dagegen "Körperfarben", die auf ein anderes Medium übertragen werden und so einen Farbeindruck erzeugen. Im Druck beispielsweise werden alle Farben durch die Zusammensetzung der 3 Druckfarben Cyan, Magenta und Yellow und durch Schwarz ("Key") als unterstützende Kontrastfarbe erzeugt. Werden alle vier Farben mit den maximalen Farbwerten C 100%, M 100%, Y 100% und K 100% übereinander gedruckt, entsteht ein tiefes Schwarz. Man spricht von subtraktiver Farbmischung.

Ein weiterer Unterschied ist die „Größe“ beider Farbräume. Der RGB-Farbraum kann mehr Farben als der CMYK-Farbraum darstellen. Besonders im grünen und blauen/violetten Farbbereich sind mehr Farbabstufungen möglich. Das sogenannte Schuhsolendiagramm zeigt den Unterschied. Auch die deutlich höhere Leuchtkraft von RGB gegenüber CMYK zeigt die nebenstehende Vergleichsgrafik auf.

Machen Sie selbst einen einfachen Test. Erstellen Sie ein Grafikelement, z.B. in Microsoft Word, färben es mit einem kräftig leuchtenden Blauton und machen einen Ausdruck auf Ihrem Drucker. Vergleichen Sie den gedruckten Blauton mit dem auf Ihrem Monitor.

PDF

Das "Portable Document Format" (PDF) ist ein Dateiformat zum Austausch elektronischer Dokumente. Es findet Anwendung in der Druckvorstufe des Buchdrucks, als Präsentation oder eBook und auch allgemein in vielen anderen Einsatzbereichen.

Der Vorteil bei einem PDF ist die plattformübergreifende Dokumentsicherheit. Da es sämtliche Text- und Bilddaten sowie Schriftarten beinhaltet, kann es von jedem Windows- oder Apple-Macintosh-PC sowie auf dem Handy oder dem Tablet-PC identisch dargestellt werden. Auch für den Druck ist somit sichergestellt, dass immer genauso gedruckt wird, wie etwas im PDF angelegt wurde. Am besten eignet sich zur Darstellung die kostenlose Software „Adobe Acrobat Reader“.

Die Erstellung eines PDFs ist kostenlos möglich. Die meisten Programme ermöglichen beim Speichern direkt die Umstellung auf ein PDF als Zielformat. Auch gibt es diverse kostenlose PDF-Programme, die Ihr Dokument online direkt in ein PDF umwandeln. Bitte prüfen Sie nach der Erstellung noch einmal die Seitenreihenfolge und blättern Sie Ihr Buch durch (um eventuelle Fehler zu vermeiden). 

Was sind unsere technischen Anforderungen? Unsere Checkliste zeigt Ihnen genauer, was Sie beachten sollten.

Preflight-Check

Die Datenprüfung eines PDFs nennt man Preflight-Check. Fehler im PDF sollten möglichst vor dem Druck erkannt werden.

Hierbei wird keine Rechtschreib- oder Grammatikkorrektur ausgeführt. Das PDF wird einer technischen Prüfung unterzogen. Mögliche Fehlerquellen sind bspw. eine geringe Bildauflösung oder nicht eingebettete Schriften. Informationen über die Seitenanzahl und das Seitenformat, die Beschnittzugabe und den Farbraum werden ausgelesen, denn sie sind für die Verarbeitung und die korrekte Preisberechnung nötig.

Anhand des detaillierten Qualitätsberichts wird entschieden, ob das PDF für den Druck geeignet ist. Diese Information erhalten Sie bereits von uns als kurze Zusammenfassung, wenn Sie Ihre PDF-Datei bei 1buch.de hochladen.